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Cloud Computing, steht die Dezentralisierung des Internets bevor?

Inzwischen hört man dieses Wort immer häufiger in den Medien und es bleibt oft schleierhaft, wie sich dieser Begriff eigentlich entwickelt hat und was sich hinter Cloud Computing genau verbirgt. Um zu klären was sich hinter der „Wolke“ versteckt, ist es wichtig den Hintergrund dieses Trends zu kennen.

Cloud Computing wird von vielen als eine Art Revolution des Internets und des Computers im Allgemeinen gehandelt. Es ist zu vergleichen mit der Zentralisierung der Stromversorgung, wie es am Anfang des 20. Jahrhunderts geschehen ist. Anfangs war es noch so, dass der Strom dort erzeugt wurde, wo man ihn benötigte. Dieses Vorgehen war praktisch, weil so jeder Betrieb völlig unabhängig vom anderen produzieren konnte und es nicht so viele Versorgungsschwierigkeiten mit sich brachte. Doch dann, geprägt durch kluge Köpfe wie Thomas Edison, wurde begonnen großflächig Stromnetze zu bauen. Die Versorgung mit Strom wurde nun von großen Kraftwerken sichergestellt. Das hatte eine deutlich Preissenkung zur Folge und die Unternehmen konnten günstiger Produzieren. Es wurden zudem Arbeitsplätze eingespart, da nun keine „Kraftwerke“ mehr vor der eigenen Haustür betrieben werden mussten.

Doch was hat das mit Cloud Computing zu tun? Die Informationstechnologie hat heute einen ähnlich großen Stellenwert wie der Strom. Ein Leben, ohne Internet und Computer ist nicht mehr vorstellbar. Noch weniger ist eine Produktion und Vermarktung von Waren ohne Internet vorstellbar. Aus diesem Grund könnte man fast sagen, dass analog zum Wandel der Stromversorgung nun eine Zentralisierung des Internets bzw. von Programmen und Rechenleistung bevorsteht. Doch der Gedanke ist nicht neu. Erste Überlegungen zum Thema Cloud Computing gab es es schon in den 60er Jahren, doch damals gab es keine ausreichende, beziehungsweise gar keine Breitbandanschlüsse. Die Übertragung der Daten war zu langsam, als das es sich gelohnt hätte diese über einen zentralen Server verarbeiten zu lassen.

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